Forano im Latium, eine Reise wert 

Es ist genau drei Jahre her , dass wir das letzte mal im Urlaub waren. Drei lange Jahre und es wurde echt Zeit. Im März entdeckte ich durch Zufall eine Anzeige für ein Ferienhaus in Italien,eigentlich stand Frankreich auf dem Plan, aber das Haus hatte etwas anziehendes.Ich war sofort hin und weg und habe direkt Kontakt zu Dena aufgenommen. Dena lebt in Israel, ihr Vater hatte dieses 1892 erbaute Bauernhaus, vor knapp 50 Jahren gekauft, mit einem grossen Grundstück dazu. Dieses Haus hat er dann in Eigenregie mit Strom und Pool zu einem Wohnhaus umgebaut. Dena und ihre Geschwister verbrachten hier jedes Jahr ihre Ferien, es entwickelten sich Freundschaften die hier heute, auch nach 50 Jahren noch bestehen. 

So kam es dann dass wir das Haus buchten und uns dann Ende  Juli, auf den Weg gemacht haben, 1300 km mit dem Auto. Forano liegt in Latium, ungefähr 53 km Nordöstlich von Rom.

Hier angekommen waren wir total überwältigt,zum einen von der Landschaft, zum anderen von Dena und ihrer Gastfreundschaft. Der Kühlschrank war gefüllt, die Betten bezogen und alles wunderbar vorbereitet.
Dena gab uns noch ein paar Tips für die Umgebung hier, was wir uns ansehen sollten,wo wir gut Essen gehen könnten. Der erste Ausflug ging nach Rom, mit dem Zug von Forano aus, waren wir knapp 60 Minuten später da, hier empfiehlt e sich das BIRG Ticket zu kaufen, dies ist einen ganzen Tag gültig, also für die fahrt nach ROM sowie auch alle öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb Rom. Für 9,50€ incl. Klimatisierter Zugfahrt. In Rom angekommen, war das Colosseum  die erste Station, gefolgt von Circus Maximus, Fontana die Treve und der Spanischen Treppe. 


Leider haben wir es  an diesm Tag nicht mehr zum Vatikan geschafft, es war zu heiß, die Kinder waren Erledigt und der Tag neigte sich dem Ende. Aber wir haben beschlossen noch eine weitere Fahrt nach Rom zu unternehmen. Dies haben wir dann ein paar Tage später nachgeholt, denn Rom ohne Petersdom, der grössten Kirche der Welt, geht nicht. Aber es war voll, extrem viele Menschen, es war nicht wirklich möglich Fotos zu machen, diese hätte es nur mit ein paar fremden Japanern gegeben. 


Die nächsten Tage verbrachten wir zum grössten Teil am Pool, denn dies bietet sich bei 36 Grad an, erfrischen wenn einem danach ist. Am Abend bei Kerzenschein schön kitschig draussen sitzen und erstaunt der glitzernden Wiese zu zuschauen, um zu entdecken, dass es hier Wolfspinnen ohne Ende gibt…. Ich hasse Spinnen , hatte für mich zur folge, dass ich nach Einbruch der Dunkelheit einfach die Wiese nicht mehr betreten habe. 

Am Samstag Abend ging es nach Casperia, ein unglaublich schönes kleines Dorf, oben auf einem Hügel. Im August geht es in Italien heiß her, nicht nur wegen der Temperaturen, sondern auch der ganzen Feste, die sogenannten „Sagra“ die jeder Ort tagelang feiert. In Casperia war es die “ Sagra di Stringozzi“ ein Pastafest sozusagen. Erst durch den Ort geschlendert und dann anschliessend angestellt fürs Essen, dieses wurde mit unglaublich viel liebe und Details von den Bewohnern dieses Ortes zubereitet. Knapp 1,0 stunden und einen wundeschönen Sonnenuntergang später, saßen wir inmitten der anderen auf den Marktplatz und haben unsere Stringozzi genossen. 


Am Sonntag früh haben wir beschlossen  in den “ Parco dei Mostri“ nach Bormazo zu fahren, ein 450 Jahre alter Skulpturenpark, in dem Salvador Dali schon 1938 zu Gast war und sich verewigt hatte. Ein wirklich toller Park, viele Beeindruckende Skulpturen. Das schöne ist, der Park ist in einem kleinen Wäldchen gelegen,so dass es selbst wenn es extrem heiß ist, einige Schattenplätze zur Verfügung stehen und man auch ein nettes Picknick   veranstalten kann 



Wie wichtig Urlaub für einen selbst ist, merkt man erst wenn man ihn hat, ich hatte lange nicht bemerkt wie ausgebrannt ich bin, doch jetzt merke ich, wie ich wieder zu mir finde. Es tut gut einfach mal die Uhr vom Handgelenk abzulegen und ohne Pläne und Verpflichtungen den Tag zu erleben. Um so trauriger bin ich, dass wir hier an diesem Fleck nun die letzten drei Tage anbrechen. Aber bevor es zurück nach Hause geht, gibt es noch einen kleinen Abstecher zum Lago Maggiore und in den Hochschwarzwald zur Familie. Dann hat der Alltag mich wieder und es dürfen Pläne fürs nächste Jahr gemacht werden.

Fühlt Euch gedrückt 

Liebste Grüsse 

Pipina 

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